Samstag, 12. Oktober 2019
die „ 🛏 - lakengeschichte“ - der worst case ist eingetreten
Wie ihr wisst, habe ich am 08.10. einen Aushang im Treppenhaus platziert, in dem ich mein Mißfallen am Diebstahl meiner 🛏 - laken aus dem gemeinschaftlichen Wäschekeller zum Ausdruck gebracht habe.
Ich befürchte, es ist der schlecht denkbarste Fall eingetroffen, den ich mir vorstellen kann: Unser „hausinterner 👩‍✈️-dienst“, in persona einer meiner „Lieblingsnachbarinnen“, hat sich „der Sache angenommen“.
Als ich 2003 eingezogen bin gab es hier „eine Hand voll“ älterer Frauen, deren Hauptbe-schäftigung es war (und wohl noch ist), Fehden gegeneinander austragen. Eine davon ist „unsere 👩‍✈️“. Ein „schönes Beispiel der taktischen Kriegsführung“ dieser Nachbarinnen war das Vorgesehen, der 🌸 🥀 - besitzerin einen abgebrochenen Stengel in den Briefkasten zu stecken. Dieser war zuvor SKANDALÖSER WEISE auf der Terrasse der „zurückgebenden Partei“ gelandet. Wisst Ihr nun Bescheid?

Wie gesagt, mein Aushang hat „unsere 👩‍✈️“ auf den Plan gerufen. Am 09.10. bekam ich einen 📞 in dem sie ankündigte, den Wäschekeller künftig abschließen zu wollen. JedeR, der seine Wäsche künftig dort aufhängen möchte, muss sich folglich mit ihr kurzsschlies-sen (Hatte ich erwähnt, dass sich seiner Zeit jemand bei der Verwaltung über zu lange Aufhangzeiten bestimmter Teile beschwert hat - die zufällig mir gehörten? 🤪 🤩 )

Geradeeben 🛎 es an meiner Tür. Ich hatte meine Hose zum Glück nicht rechtzeitig an. 😄

„ICH SCHWÖRE EUCH BEI GOTT“, ich will diese Frau nicht „an der Backe haben“.
Sie kriegt meine 🛏 - laken geschenkt.
Ich gebe ihr freie Auswahl aus meinem 👚 👙 🧥-schrank

WENN SIE MICH BLOSS IN RUHE LÄSST!



Schon wieder 🌶 🌽 🍅 🌶 🌽 🍅
Die Kernvereinbarung einer Mitgliedschaft in einem Solawi ist 🌶 🌽 🍅 gegen 💰.
Das Mitgärtnern und die Teilnahme an Veranstaltungen sind „just for fun“.

ICH FINDE DIESES PROJEKT WIRKLICH 👍, möchte unter keinen Umständen den Eindruck erwecken, ich würde meckern.

Nur das viele 🌶 🌽 🍅 🌶 🌽 🍅, das z. Zt. geliefert wird, MACHT MICH 🥴 🤪 🤩.
Die Portion vom letzten Freitag (dem Auslieferungstag) habe ich gerade, unter Aufbrin-gung aller verfügbaren 💪, verarbeitet und aufgegessen bzw. eingelagert. Am Mittwoch war ich eine Stunde mit einer groooßen Tüte Grünkohl beschäftigt, meine Küche hatte anschließend die gleiche Farbe wie der Kohl - und herausgekommen sind zwei kleine Tütchen vorbereitetes 🌶 🌽 🍅.

UND GESTERN WAR SCHON WIEDER FREITAG! Ich halt‘s nicht aus! 🤪 😄



Freitag, 11. Oktober 2019
meine Randbeobachtungen zum Krieg
In der Unterkunft, in der ich ab Anfang 2015 gearbeitet habe, lebten hauptsächlich Syrer.

Bei deren Aufnahme habe ich in den ID-Papieren nicht selten „Aleppo“ oder „Damaskus“ als Geburtsort gelesen. Dann stockte mir für einen Moment der Atem, weil ich an die, in den Medien gezeigten, Bilder der Zerstörung denken musste.

Bei Nachzügen von Frauen und Kinder zu ihren Männern nach Deutschland sind diese ohne lange Verzögerungen direkt bei uns eingetroffen. Meine ersten Blicke gingen dann in die Gesichter der Kinder. Ich atmete auf, wenn ich einen gesunden Teint und wache Augen sah.
Manche von ihnen hatten eine blasse, fleckige Gesichtsfarbe und einen stumpfen Blick. Viele Familien haben die ersten ein, zwei Monate nach ihrer Ankunft die meiste Zeit ge-schlafen.

An diese Eindrücke muss ich denken, wenn ich Nachrichten vom Einmarsch der türkischen Truppen in den Norden Syriens lese.



Donnerstag, 10. Oktober 2019
Warum immer die Juden?
Es gibt in Deutschland viele unterschiedliche ethnische und religiöse Gruppen.
Jede macht „ihr Ding“, pflegt ihre Lebensweise, feiert ihre Feste, hat u.U. eine eigene Kleiderordung und evtl. eine eigene Religion. Das Miteinander der Kulturen scheint von dem unbewussten Grundsatz „Leben und leben lassen.“ geprägt zu sein, so meine Erfah-rung aus 17 Jahren „Multi-Kulti-Leben“.

Eine dieser Gruppen sind die Juden. Noch nie habe ich davon gehört, dass ihnen eine ver-werfliche Lebensweise eigen ist oder sie zu Anfeindungen, Andersdenkenden gegenüber, neigen.

Diese Volksgruppe wird immer wieder angegriffen. Ich schäme mich sehr dafür, dass sie ihren Glauben in unserem Land nicht mehr frei leben können, sondern ständig geschützt werden müssen aus Angst vor Gewalt.

Warum immer die Juden? Gibt es in meiner Leserschaft jemanden, der mir diese Frage beantworten kann?



Jetzt haben wir den 🥬!
Auf meiner alten Arbeitsstelle „🔥 die Hütte“.

Nachdem eine Nachbarin der Einrichtung vor 14 Tagen anrief und um Rat fragte, hatte ich gestern einen Bewohner am 📞.
Mit der neuen Sozialarbeiterin funktioniert es nicht hinten und nicht vorne. (Ich kenne sie und kann die Kritik verstehen.) Die 👲🏼🧔🏾👨‍🦳 wollen, dass sie geht, wie auch mein ehema-liger Kollege und ratet mal, wen sie sich anstatt dessen zurück wünschen?
So, wie mein ivorischer Gesprächspartner gestern klang, sind sie bereit sich für diese Veränderung einzusetzen. (Zitat: „Ich habe auch schon mit den Pakistanies gesprochen. Alle ziehen mit.“ 😄)

Ich habe „null“ Ahnung, was als nächstes passiert.
1. Ob die 👲🏼🧔🏾👨‍🦳 am Ende wirklich genug 💪 haben, „das Ding“ durchzuziehen;
2. wie ihre Gesprächspartner „auf der anderen Seite des Tisches“ reagieren werden und
3. ob ich am Ende überhaupt wieder zurück möchte. Meine Kündigung hatte ja Gründe.

Es bleibt also spannend. Fortsetzung folgt …

P.S. UND NATÜRLICH schmeichelt mir die Bestätigung und ich freue mich über den Rück-halt.



Als alles vorbei war …
Als alles vorbei war …*

wollte es niemand wahrhaben und alle fragten sich, wie es so weit kommen konnte.



* BR24, Der Schock danach, Todeszug aus Buchenwald, Rev. 07.04.2015