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  • Grübeln wir uns krank?
    „Viele Deutsche sind krank, weil sie sich zu viele Gedanken machen.“
    Diese These stammt von einem Inder.

    Was denkt Ihr, machen wir uns selber krank mit unserem 🤔 und Sorgen?




    malwasanderes am 28.Okt 19  |  Permalink
    Einfache Antwort: Ja.
    Differenzierter geht so: Ein Großteil der Deutschen dürfte in einigermaßen grübelfreier Unbedarftheit leben, aber der öffentliche Diskurs auf einer etwas intellektuelleren Ebene ist geprägt von »deutscher Gründlichkeit« auch beim In-die-Tiefe-Gehen. Und viele Individuen, die ich kenne, neigen auch zum Grübeln.

    Es ist ein großer Unterschied zwischen diesem Grübeln, das keinen Platz lässt für einfach mal sein, einfach mal loslassen – das ist schon fast eine Vorstufe zur Depression – und dem, was der Inder angesprochen hat, das Sich-zu-viele-Gedanken-Machen – da muss man, glaube ich, etwas genauer hingucken. Und es außerdem vom Deutschsein loslösen.

    US-Amerikaner kennen zum Beispiel auch das Phänomen des Nicht-aus-dem-Karussell-Rausfindens; “she didn’t call me, why didn’t she call me, should I call her, but then I’ll appear needy, but maybe something happened to her, maybe she’s ill, or did she meet someone else …”

    Das ist klar fruchtlos (und geht auch schon wieder in Richtung Grübeln). Andererseits ist eine Betrachtung von allen Seiten in manchen Fällen auch nötig und wichtig; nach meiner Erfahrung nehmen Asiaten zum Beispiel manchmal Umstände zu schnell einfach hin. Der Buddhismus kann eine gewisse fatalistische Passivität befördern, und ich glaube, das gilt auch für den Hinduismus.

    Und dann ist da noch das auch von dir angesprochene Sich-Sorgen-Machen: Zu viele Sorgen können in eine Angststörung münden, und nicht ohne Grund haben die Amerikaner den Begriff “German angst” in ihren Wortschatz aufgenommen. In dem von der Kritik zerrissenen Film After Earth sagt Will Smith: “Fear is not real” – angeblich auch ein Ansatz der Scientology. Das ganze Zitat geht so: “Fear is not real. The only place that fear can exist is in our thoughts of the future. It is a product of our imagination, causing us to fear things that do not at present and may not ever exist. That is near insanity. Do not misunderstand me, danger is very real but fear is a choice.” Mit anderen und deutschen Worten, Angst ist nur eine Projektion, die Vorstellung von dem, was sein könnte, aber (noch) gar nicht ist.

    Das macht definitiv krank.

    Dagegen hilft nach meiner Erfahrung tatsächlich (nur?) Achtsamkeit(smeditation). Ich hatte ja schon mal darüber geschrieben, wer ganz im Hier und Jetzt ist, macht sich keine Sorgen über die Zukunft und grübelt nicht über Vergangenes. (Heißt nicht, dass es immer leicht wäre, der Gedankenspirale zu entkommen …)

    wartet.auf.ihre.seele am 28.Okt 19  |  Permalink
    Deine Differenzierung hat 374 Wörter mehr als die einfache. (lach)

    Soviel sei schon mal vorweg gesagt. (lach) Inhaltlich beschäftige ich mich später mit Deiner Ausführung, ok?

    malwasanderes am 28.Okt 19  |  Permalink
    … und ist damit auch schon wieder »typisch deutsch« :)

    Klar, keine Eile.

    wartet.auf.ihre.seele am 28.Okt 19  |  Permalink
    ZITAT: „ … und ist damit auch schon wieder »typisch deutsch« :)“
    Wie hast Du den Satz gemeint?

    malwasanderes am 28.Okt 19  |  Permalink
    Naja:
    Deine Differenzierung hat 374 Wörter mehr als die einfache
    und ist damit »typisch deutsch« in ihrer Länge und Ausführlichkeit. Die vorher gemeinte »deutsche Gründlichkeit«.
    Möglicherweise hätte ein*e Amerikaner*in ungefähr denselben Inhalt in 150 Wörtern untergebracht. :)

    wartet.auf.ihre.seele am 28.Okt 19  |  Permalink
    Aaah, also keine Feststellung, kein Ironie.
    Du hast auch nicht „über die Bande gespielt“ oder etwas Verdecktes entlang der Geschlechterrollen geäußert. Das wollte ich nur wissen.

    wartet.auf.ihre.seele am 28.Okt 19  |  Permalink
    Dieser Smiley symbolisiert die deutsche Redseligkeit sehr gut, findest Du nicht?

    malwasanderes am 28.Okt 19  |  Permalink
    Literally, not ironically.
    (…) keine Feststellung, kein Ironie.
    Du hast auch nicht „über die Bande gespielt“ oder etwas Verdecktes entlang der Geschlechterrollen geäußert.
    Nein, nichts dergleichen. Ich mag nur sehr ungern zwischen den Zeilen lesen müssen und vermeide erst recht, zwischen den Zeilen zu schreiben oder zu sprechen. Ich bin sozusagen ein WYSIWYG¹-Editor, nur mit Worten. Was da steht oder was ich sagen, ist so gemeint, wie’s da steht oder wie ich’s sage².

    Ausnahme: Literarische Freiheit im Verfassen von zum Beispiel Blogbeiträgen, wie gerade im aktuellen (»Teuer machen«), da würde ich aber denken, dass es so übertrieben ist, dass jeder*m auffällt, dass das Ironie sein muss.

    Wenn ich also zum Beispiel sage, »zu den Smilies kann ich nix weiter sagen, weil ich nix damit anfangen kann und sie auch nicht besonders mag«, dann heißt das genau das – nicht etwa »ich finde doof, dass du Smilies benutzt« oder »mach mal die blöden Smilies weg«.

    ¹ What You See Is What You Get.
    ² Was natürlich tropsdem eine Illusion ist, denn laut Sender-Empfänger-Modell kann niemand auf der ganzen Welt wirklich 1:1 hören, lesen und verstehen, was ich sage oder schreibe. Aber erst recht ein Grund, nicht noch zusätzlich zu chiffrieren!

    wartet.auf.ihre.seele am 28.Okt 19  |  Permalink
    So, schaun wir mal.

    ZITAT“ Es ist ein großer Unterschied zwischen diesem Grübeln (…) – das ist schon fast eine Vorstufe zur Depression“
    Meinst du bei der Verwendung des Begriffs „Depression“ wirklich das Krankheitsbild?

    ZITAT: „Andererseits ist eine Betrachtung von allen Seiten in manchen Fällen auch nötig und wichtig“
    Bei Deiner Ausführung liegt der Fokus für mich auf der Einschränkung „in manchen Fällen“. Ich halte ein situationsabhängiges Maß an Überlegungen für sinnvoll. Wenn eine Entscheidung eine größere Tragweite und ein höheres, unausweichliches Risiko hat macht es Sinn, genauer zu überlegen was man tut. Wenn nicht, dann nicht.
    Hierzu fällt mir eine Geschichte ein, die mir eine Verkäuferin seiner Zeit erzählt hat. Eines Tages kam ein Mann zu ihr, um sich eine Armbanduhr auszusuchen. Nach zehn Minuten legte er ein Exemplar vor sie hin und meinte „Die nehme ich!“.
    Die Frau war sehr verwundert, meistens brauchten ihre Kunden längere Zeit für die Auswahl. Sie fragte den Mann „Wollen sie sich nicht nochmal nach anderen Uhren umsehen?“ woraufhin er antwortete: „Nein. Ich will nur eine Uhr kaufen, kein Haus. So wichtig ist diese Entscheidung nicht.“

    ZITAT: „Der Buddhismus kann eine gewisse fatalistische Passivität befördern, und ich glaube, das gilt auch für den Hinduismus.“
    Bei dem besagten Inder war „das Abschalten des Kopfes“ bewusst gewählt, um nicht seinen Verstand zu verlieren. Er hatte zu viel Belastung.

    ZITAT: „Und dann ist da noch das auch von dir angesprochene Sich-Sorgen-Machen.“
    Erfahrungen relativieren die Anlässe, wegen derer man sich Sorgen macht - und der Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die auch in diesen ihre persönliche Balance gefunden haben. Ich werde beizeiten mal meine alten Blogbeiträge aus den Zeiten in der Behindertenhilfe „ausgraben“.
    Das ist ein Grund, wegen dem wir von wirklicher Inklusion meines Erachtens sehr profitieren würden.

    danger is very real but fear is a choice.” Mit anderen und deutschen Worten, Angst ist nur eine Projektion, die Vorstellung von dem, was sein könnte, aber (noch) gar nicht ist.

    Das Zitat beinhaltet für mich zwei Aussagen: Zum einen die von Dir angeführte Projektion. Zum anderen die Suggestion, auch in gefährlichen Situation die Wahl zwischen Angst oder Angstfreiheit zu haben, wie sie im letzten Satz „danger is very real but fear is a choice“ beschrieben wird.“
    Gegen die Projektion hat mir bislang das genaue Hinschauen sehr geholfen.

    >> Im letzten Sommer war ein Freund eines unseres Pakistanis sehr böse zusammengeschlagen worden. Die Kontrahenten hatten ihn besonders am Kopf traktiert. Zeitweise war nicht klar ob er sein Auge behalten könne. Als ich mit einem Freund über den gemeinsamen Besuch des Verletzten sprach, war ihm wichtig mir vorher Bilder der Verletzungen anzusehen. Sie haben sich immer alles genau angesehen, um Dinge kognitiv wie emotional einordnen zu können. <<

    Von der Aussage, auch in gefährlichen Situationen die Wahl zwischen Angst und Angstfreiheit zu haben, halte ich nicht viel. So zu reagieren macht auch krank.

    Deinen Artikel zur Achtsamkeit lese ich gleich.

    malwasanderes am 28.Okt 19  |  Permalink
    Schon recht müde, aber ich versuch’s:
    Meinst du bei der Verwendung des Begriffs „Depression“ wirklich das Krankheitsbild?
    Ich bin kein*e Neurolog*in, kein*e Psycholog*in oder Psychiater*in, kein*e Hirnforscher*in – ich meine sehr wahrscheinlich nicht das klinische Krankheitsbild, aber ich meine schon eine schwere Melancholie, die nicht mehr ohne weiteres mit Positivem Denken in den Griff zu bekommen ist. Wie bei so vielen Dingen denke ich, dass auch beim Begriff Depression die Grenzen fließend sind. Ich kann mich aber täuschen.
    Ich kannte und kenne Menschen, die aus der Grübelspirale nicht mehr rauskommen, das würde ich eine Vorstufe der Depression nennen.
    Wenn eine Entscheidung eine größere Tragweite und ein höheres, unausweichliches Risiko hat macht es Sinn, genauer zu überlegen was man tut. Wenn nicht, dann nicht.
    Genau. Ersteres sind solch »manche Fälle«, letzteres nicht. Aber auch hier: fließende Grenzen. Was genau ist eine »größere« Tragweite? Was ein »höheres« Risiko? (Keine Fragen an dich, sondern rhetorisch zur Verdeutlichung der fließenden Grenzen.)
    Erfahrungen relativieren (…) Inklusion meines Erachtens sehr profitieren würden.
    Diesen Absatz verstehe ich nicht.
    (…) auch in gefährlichen Situation die Wahl zwischen Angst oder Angstfreiheit zu haben (…)
    Meiner Einschätzung nach ist dieser Satz nicht so gemeint, sondern so: Gefahr ist sehr real, darauf MUSS reagiert werden, aber Angst ist nicht real, es ist möglich, sich dagegen zu entscheiden. Auch im Filmzusammenhang erklärt sich das Zitat eher in dieser Richtung.
    Im letzten Sommer (…) So zu reagieren macht auch krank.
    Diesen ganzen Absatz verstehe ich leider auch überhaupt nicht.

    wartet.auf.ihre.seele am 28.Okt 19  |  Permalink
    ZITAT: „Wenn ich also zum Beispiel sage, »zu den Smilies kann ich nix weiter sagen, weil ich nix damit anfangen kann und sie auch nicht besonders mag«, dann heißt das genau das“
    Alles klar. Ich dachte Deine Aussage, nichts mit ihnen anfangen zu können, beruhte nur auf ihre zu geringe Größe.

    Du.bist keine „“Chiffriermaschine“, das finde ich sehr gut.

    malwasanderes am 28.Okt 19  |  Permalink
    Dazu sag ich nur …

    :)

    malwasanderes am 29.Okt 19  |  Permalink
    Teufel, Detail und Denglisch!
    Ich hab gerade gesehen, dass es nicht »Smilie« geschrieben wird, sondern »Smiley«. Irgenwas kam mir da komisch vor. Nu hamwers richtig.

    wartet.auf.ihre.seele am 29.Okt 19  |  Permalink
    ZITAT: „Aber auch hier: fließende Grenzen. Was genau ist eine »größere« Tragweite? Was ein »höheres« Risiko?“
    Ich denke, auch bei dieser Einschätzung relativiert sich der subjektive Maßstab an den eigenen Erfahrungen.

    ZITAT: „Erfahrungen relativieren (…) Inklusion meines Erachtens sehr profitieren würden.
    Diesen Absatz verstehe ich nicht.“
    Unbewusst vergleichen wir aktuelle Problemsituationen mit denen aus der Vergangenheit. Wenn Du schon ein paar „haarige Situationen“ hinter Dich gebracht hast lernst Du aus ihnen, dass es danach weitergeht. Zudem entwickelst Du Vertrauen in Deine eigenen Problemlösungsfähigkeit. So fällst Du in späteren vergleichbaren oder weniger schweren Situationen in kein so tiefes „Sorgenloch“.

    Die behinderten Menschen, welche ich seiner Zeit betreut habe, waren für mich große Lehrmeister darin, auch mit Einschränkungen und Schmerzen nicht vor Sorgen zu verzweifeln.

    >> Gehe mal in einen Zwölf-Stunden-Dienst zu einem jungen klugen Mann mit einem hohen Selbstanspruch an eine wertschätzende Haltung, der sich „von Kopf bis Fuß nicht mehr rühren kann“ und dem „die Luft ausgeht“, weshalb er ein Atemgerät braucht.
    Aaallle Details im Tagesablauf musste ich mir erklären lassen, weil ich nicht oft bei diesem Klienten war. Zidem war ich um 4.30 Uhr aufgestanden. In der achten Stunde ging mir die Geduld bei irgendeiner detaillierten Erklärung zur Atemgerätsbedienung aus. Mein Gegenüber bemerkt die Atmosphäre und macht einen blöden Scherz, um uns beide aus der bestehenden Stimmung zu ziehen. <<

    Zum einen haben u.a. diese Begegnungen mein Verständnis von Problemen verändert, zum anderen waren diese Menschen große Vorbilder für mich. Gäbe es mehr Inklusion, hätten mehr Menschen die Chance auf diese Lerngeschenke.
    Seiner Zeit hatte ich auch einen Blog, müsste noch damalige Einträge auf einem Stick haben. Den einen oder anderen werde ich hierher kopieren.

    ZITAT: „Meiner Einschätzung nach ist dieser Satz nicht so gemeint, sondern so: Gefahr ist sehr real, darauf MUSS man reagieren, aber Angst ist nicht real, dagegen KANN man sich entscheiden.“
    Wir haben das Zitat im gleichen Sinne verstanden. Ich halte die Empfehlung für falsch. In einzelnen Gefahrensituationen macht es Sinn, die Angst zu unterdrücken alleine, um reagieren zu können. Bist Du häufiger in Gefahrensituationen und unterdrückst jedes Mal Deine Angst, wirst Du krank.
    Wobei auch dann, wenn Du häufiger in Gefahr bist, Deine Seele an zu relativieren fängt. Die Grenze, ab wann Du eine Situation für gefährlich hältst, verschiebt sich.

    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mir eine Situation “zum Sorgenabbau“ genau anzusehen. Je genauer man sich eine Situation ansieht, umso weniger Interpretationsspielraum bleibt. Das Beispiel des Umgangs des Pakistanis mit den Verletzungen seines Freundes habe ich erzählt, weil auch sie sich alle Dinge besonders genau angesehen haben. Dies taten sie wohl auch, um (kognitive wie emotionale) Interpretationsspielräume zu minimieren.

    435 Wörter - damit habe ich Dich getoppt. 😆

    wartet.auf.ihre.seele am 29.Okt 19  |  Permalink
    Now it’s your turn!

    wartet.auf.ihre.seele am 29.Okt 19  |  Permalink
    Bitte keine wichtigen Aussagen schon in den Überschriften zu den Kommentaren treffen. (Ehrlich gesagt könnt Ihr diese Zeile von mir aus gerne frei lassen.) Ich trage Kantenfilterglas (hohe Sehwerte aber Lichtempfindlichkeit auf dem rechten Auge). Die neue Brille verwandelt die Farbe der Überschriften ins Unleserliche.
    Wenn ich „in diesem Leben“ noch herausfinde, wie man die Farbe ändert, werde ich das tun.

    wartet.auf.ihre.seele am 29.Okt 19  |  Permalink
    Sich zu sorgen oder Angst vor einer real existierenden Gefahr zu haben, hat.vollkommen unterschiedliche Qualitäten.
    Ich denke, das Sorgen machen haben wir schon ausführlich besprochen.

    Eine gefährliche Situation ist für mich eine, in der das Leben in Gefahr ist und/oder man körperliche und/oder seelische Gewalt zu befürchten hat.
    Angst bei Gefahr ist für mich ein Gefühl, dass in jede Pore Deines Körpers kriecht und ihn lähmt. Dieses Gefühl beherrscht in diesem Moment auch Dein Gehirn, Du kannst nicht mehr klar denken. Das ist ein vollkommen anderer Zustand als bei einer anhaltenden Grübelei ohne konkreten Anlass.

    Ich muss an den Bricht eines Journalisten denken, der beruflich nach Afghanistan gegangen war. Sie mussten aus einem bestimmten Gebiet fliehen. In dieser Situation verlor er vor lauter Angst die Befehlsgewalt über seine Beine. Er hatte noch Stabilität in ihnen, sie haben ihn getragen aber ihm nicht mehr gehorcht. Die Einheimischen seiner Gruppe haben ihn über mehrere Tage geschoben und gezogen, um ihn aus dem Gefahrengebiet zu bringen.

    In solchen Situationen kannst Du nicht mehr viel Denken und Deine Verfassung unter Kontrolle behalten. Ich hatte zwei Mal im Leben richtig Angst. Darüber zu berichten ist mir hier zu privat.